In dem internationalen Projekt enerCOAST werden Möglichkeiten zur Erzeugung und Nutzung von Bioenergie an den Küstenregionen geprüft.
In dem internationalen, von der EU geförderten Projekt enerCOAST arbeiten Forscher aus England, Norwegen, Schweden, den Niederlanden und Deutschland daran, die Kooperation von Ener- gieproduzenten und -nutzern zu verbessern und standort- spezifische regionale Netzwerke zur Erzeugung und Nutzung von Bio-Energie aufzubauen. Ziel des Projekts ist es, energie-autonome und -effiziente Strukturen in Küstengemeinschaften zu optimieren. Konkret sollen neue Bioenergiequellen erschlossen und die regionale Abhängigkeit von Energieimporten reduziert werden. Darüber hinaus ist die Entwicklung von belastbaren Inves- titionsplänen, eine nachhaltige Einkommenssicherung der regionalen Energiewirte sowie der Einsatz eines “Sustainable Supply Chain Management” Business-Modells zur Steigerung der regionalen Bioenergie-Produktion und des Markterfolges geplant.
An dem Projekt beteiligt sich auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, das Ryfylkekommunane iks aus Norwegen, der Innovatum Technology Park in Schweden, das Northumberland College aus Großbritannien sowie das CBMI Innovation Centre for Environmental Technology aus Dänemark. Geleitet wird das Projekt, das noch bis 2012 läuft, zur Förderung erneuerbarer Energien von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.
Im Rahmen von enerCOAST untersucht die Landwirtschaftskammer Niedersachen beispielsweise zur Zeit, wie sich die Biomasse von Deich und Strand energetisch nutzen lässt. Dazu wird der pflanzliche Aufwuchs von Deichen und dem Deichvorland in Dornum (Niedersachsen) sowie Algen, Seetang, organische Abfälle und anderes Treibgut untersucht. Die Forscher hoffen, dass sich hieraus Bioenergie-Potenziale geben, für die keine weiteren Flächen benötigt werden, wie es etwa bei dem Maisanbau der Fall ist. (mh)