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USA: Auflagen für Tiefseebohrungen verschärft

Als Reaktion auf die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben die USA die Regeln für Tiefseebohrungen verschärft. (Foto: © Chad Teer)
Als Reaktion auf die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben die USA die Regeln für Tiefseebohrungen verschärft. (Foto: © Chad Teer)

Tiefsee-Ölbohrungen sind in den USA zukünftig nur noch erlaubt, wenn entsprechende umfassende Untersuchungen zu den mög- lichen Umweltfolgen durchgeführt und zu einem positiven Ergebnis gekommen sind. Wie das US-Innenministerium am Montag in Washington mitteilte, müsse also für jedes Bohrvorhaben ein ökologisches Gutachten vorlegen. Grundsätzlich sollen nur noch solche Projekte genehmigt werden, die nur sehr “begrenzte Risiken für die Umwelt” bergen.

Die Verschärfung der Richtlinien für Ölbohrungen in der Tiefsee ist eine der Konsequenzen, die die USA aus der Ölkatastrophe gezogen hat, die aus der Explosion der Öl-Plattform “Deepwater Horizon” im April gezogen hat. Schon länger besteht die Anordnung, dass bis Ende November alle Tiefseebohrungen ausgesetzt werden sollen. Auch der Leiter der für Bohr- genehmigungen zustände Behörde MMS, Michael Bromwich, bestätigte, dass man an strengeren Regeln für Tiefseebohrungen arbeite. Dadurch soll ein besserer Schutz des Landes und der Industrie vor zukünftigen Ölkatastrophen sichergestellt werden.

Unterdessen haben sich die Versiegelungs-Arbeiten an dem lecken Bohrloch im Golf von Mexiko wieder verschoben. Laut dem Krisenkoordinator der Regierung, Thad Allen, musste das Vor- haben, das Leck von unten endgültig mit Zement zu verschließen, vorerst gestoppt werden. Grund: Bei den ersten Arbeiten zur Versiegelung, die von oben erfolgten, könnten Zementrückstände in die lecke Rohrleitung gelangt sein, so dass dort jetzt Öl eingeschlossen ist. Dadurch könnte ein neuer Druck entstehen, sobald das Leck endgültig versiegelt ist. Nun wolle man zuerst die Auswirkungen eines solchen Drucks abklären lassen. (mh)

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