Amerikanische Forscher entwickelten einen Prototyp eines Bio-Akkus, der aus zucker- und fetthaltigen Substanzen Strom erzeugen kann.
Auf der jährlichen Herbsttagung der American Chemical Society haben Wissenschaftler der Saint Louis University eine ganz beson- dere Bio-Brennstoffzelle präsentiert. Sie erzeugt aus Nährstoffen elektrischen Strom und funktionieren z.b. mit einigen Tropfen Cola oder Speiseöl. In der Bio-Batterie befindet sich eine hauchdünne Folie mit Mitochondrien. Diese wandeln genauso wie in lebenden Organismen Zucker- und Fettmoleküle in den Zelltreibstoff Adeno- sintriphosphat um, wobei elektrisch negativ geladene Teilchen fließen. Durch den Zusatz von Sauerstoff, der sich mit positiv geladenen Teilchen verbindet, entsteht so Strom.
In ersten Versuchen mit dem Bio-Akku konnten die Wissenschaftler zeigen, dass sie mit zucker- und fetthaltigen Substanzen Strom erzeugen konnten. Zwar ist nicht bekannt, welche Stromstärke bei diesem Mini-Kraftwerk erreicht wurde, doch sind sich die Forscher sicher, dass die Batterie so weiterentwickelt werden kann, dass sie zukünftig in verschiedenen mobilen Geräten wie Laptops oder Handys eingesetzt werden kann. Einziger Nachteil: Durch die beim Stoffwechsel der Mitochondrien entstehenden Abfallprodukte ist die Lebensdauer des Bio-Akkus vermutlich begrenzt. (mh)