Der Ölkonzern BP wird sich an der Ausschreibung für Tiefseebohrungen vor der grönländischen Küste nicht beteiligen. (Foto: © Pixelio / Rebel)
Beim Wettbewerb um den Zuschlag für die Öl-Tiefseebohrungen vor der Küste Grönlands hat der britische Ölkonzern BP ohne offizielle Angabe von Gründen auf eine Teilnahme verzichtet. Ein BP-Sprecher bestätigte der britischen Zeitung “Guardian”, dass BP nicht an der Ausschreibung für die Bohrlizenzen teilnehmen wird, wollte sich aber nicht zu den Gründen äußern. Der Zeitung zufolge lehnt die Regierung Grönlands eine Bewerbung von BP ab, weil sie verhindern will, dass sich der Imageskandal, den BP durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erlitten hat, auch auf Grönland auswirkt. Es soll eine Vereinbarung zwischen der grönländischen Regierung und dem Ölkonzern geben, die eine Beteiligung von BP an der Ausschreibung nach der Ölpest im Golf von Mexiko für “nicht angemessen” hält.
Umweltschützer sind über die Entdeckung der riesigen Ölvor- kommen vor der Küste Grönlands sehr beunruhigt. Sie fürchten, dass Ölbohrungen in diesem Gebiet die empfindliche Umwelt der Arkts schwer bedrohen könne. So warnte die Umweltschutz- organisation Greenpeace, dass ein Leck an der Ölquelle in diesem Bereich nicht eingedämmt werden könne, weil sich das auslaufende Öl im Winter unter einer dicken Eisdecke befinde. Am Dienstag wurde die Entdeckung bedeutender Ölvorkommen durch Cairn Energy bekanntgegeben. Nachdem die Greenpeace gegen Tiefseebohrungen protestiert hatte, erklärte Cairn, dass die Vorkommen gar nicht so bedeutend seien. (mh)