Greenpeace-Aktivisten haben sich an einer Ölplattform von Cairn Energy vor Grönland festgekettet. (Foto: © Greenpeace / Will Rose)
Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben am Dienstag eine Probe-Ölbohrung vor Grönland stoppen können, die von der schottischen Firma Cairn Energy durchgeführt werden sollte. Polizeiangaben zufolge haben die Aktivisten eine 500 Meter lange Sicherheitsabsperrung durchbrochen, sind auf die Ölplattform geklettert und haben sich an dieser festgebunden. Der Betrieb auf der Ölplattform kam dadurch automatisch zum Erliegen. Die Polizei kündigte eine Festnahme der Aktivisten an, die vor Ort befindliche dänische Marine griff jedoch nicht in das Geschehen ein. Ein Sprecher der Marine erklärte, man wolle zunächst die Entwicklung der Situation abwarten. Sollten die Aktivisten von der Plattform stürzen und ins Wasser fallen, stünden Schlauchboote bereit.
Greenpeace will mit dieser Aktion auf die Gefahren der Ölförderung in arktischen Gewässern aufmerksam machen und fordert gleich- zeitig einen weltweiten Stopp für geplante Tiefseebohrungen. Seit rund einer Woche befinden sich über 30 internationale Umwelt- schützer, darunter mehrere Deutsche, auf dem Greenpeace-Schiff “Esperanza” zwischen zwei Bohrplätzen von Cairn Energy. (mh)