Im Golf von Mexiko, vor der Küste Louisianas, ist es erneut zu einer Explosion auf einer Ölplattform gekommen. (Foto: © Chad Teer)
Über vier Monate nachdem die Ölplattform “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko explodiert und untergegangen ist und die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA verursacht hat, kam es vor der Küste Louisianas heute zu einer weiteren Explosion auf einer Bohrinsel. Die Unglücksstelle soll sich westlich der Stelle befinden, an der die “Deepwater Horizon” explodierte.
Medienberichten zufolge soll es heute gegen 16.30 Uhr MEZ auf einer Bohrinsel der texanischen Firma Mariner Energy zu einer Explosion gekommen sein, bei der 13 Arbeiter ins Wasser geschleudert worden sein sollen, ein Arbeiter soll verletzt sein. Ein Arbeiter wird zur Stunde noch vermisst, bestätigte die US- Küstenwache. Laut einem Sprecher der Küstenwache wurde die Detonation von einem Hubschrauber beobachtet und gemeldet. Derzeit befinden sich sieben Hubschrauber, zwei Flugzeuge und vier Schiffe auf dem Weg zur Unglücksstelle, die etwa 130 Kilometer südlich von Vermilion Bay (Louisiana) liegt. Den Angaben zufolge brennt es auf der Bohrinsel immer noch. Unklar ist zu diesem Zeitpunkt noch, warum es zu einer Explosion kam und ob es durch die Detonation zu einem Leck gekommen ist, aus dem Öl ins Meer fließt. Ersten Meldungen zufolge wurde auf der Plattform mit ihrem Bohrloch in 750 Metern Tiefe derzeit nichts produziert oder gefördert, doch die Gefahren einer Verschmutzung können noch nicht ausgeschlossen werden.
Besitzer und Betreiber der Ölplattform ist die Firma Mariner Energy mit Sitz in Houston (Texas). Sie gilt als Spezialist für Tiefsee- bohrungen und betreibt aktuell über 35 Tiefseebohrungs-Projekte in der Region. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Explosion fielen die Aktien-Werte von Ölunternehmen an der New Yorker Börse. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden. (mh)