Der Bio-Anbau von Erdbeeren sorgt nicht nur für besonders nahrhafte Früchte, sondern auch für einen guten, widerstandsfähigen Boden.
In einer US-Studie konnten Bio-Erdbeeren im Vergleich zu konven- tionell und organisch angebauten Erdbeeren gleich in mehrfacher Hinsicht punkten: Nahrhaftigkeit, gesünderer Boden und teilweise im Geschmack. John Reganold von der Washington State University und sein Team haben die Erdbeeren von 26 Feldern in Kalifornien untersucht. Den Forschern zufolge wird im Sonnenstaat der USA über ein Viertel der weltweiten Erdbeerernte angebaut, von dem etwa 5% von organisch bewirtschafteten Ackerflächen stammen. Bei den untersuchten Feldern handelte es sich zur Hälfte um organisch und zur Hälfte um konventionell bestellte Erdbeerfelder. Auf den konventionellen Feldern kam auch das umstrittene Pestizid Methylbromid zum Einsatz, von dem es heißt, dass es die Ozon- schicht schädigt und Krebs erregt.
Den Wissenschaftlern zufolge hielten die bilogisch angebauten Erdbeeren, die allerdings deutlich kleiner waren als konventionell angebaute Vergleichsfrüchte, im Regal länger frisch. Sie waren nahrhafter, d.h. sie enthielten mehr Trockenmasse und mehr Antioxidantien wie Phenole und Vitamin C. Die organisch ange- bauten Erdbeeren enthielten jedoch weniger Kalium als die konventionell angebauten. In dem organischen Boden befand sich außerdem mehr Kohlen- und Stickstoff, was als Zeichen für einen fruchtbaren Boden gilt und den Anbau von Nahrungsmitteln erleichtert. Genanalysen haben ergeben, dass der Bio-Boden deutlich mehr und vielfältigere aktive mikrobioelle Gene enthält, was ihn besonders widerstandsfähig macht. Im Geschmackstest wurden bei zwei Bio-Sorten kein Unterschied zu den konventionell angebauten Beeren festgestellt, lediglich bei einer Sorte beurteilten die Tester den Geschmack der Bio-Erdbeere süßer und damit auch besser. (Foto: © Pixelio/Joujou / mh)