Offenbar ist die jüngste Explosion auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko glimpflich abgegangen. (Foto: © Chad Teer)
Die Menschen am Golf von Mexiko können wieder aufatmen, vorerst zumindest. Denn nach Angaben der US-Küstenwache gab es nach der erneuten Explosion auf einer Bohrinsel vor der Küste Louisianas bislang keine Hinweise auf ausströmendes Öl. Bei der gestrigen Explosion waren alle 13 Arbeiter durch die Detonation ins Wasser geschleudert worden. Nachdem sie geborgen wurden, erklärten sie, dass es ihnen kurz vor der Explosion gelungen sei, alle sieben Bohrlöcher in 100 Metern Tiefe zu schließen. Sie berichteten aber auch von einem dünnen Ölfilm, der sich auf der Wasseroberfläche befand. Mehrere Stunden nach dem Vorfall gab die Küstenwache jedoch Entwarnung. Nachdem der Brand gelöscht war, konnten weder die zu Hilfe geeilten Hubschrauber noch Schiffe ein Leck an der Bohrinsel feststellen. Die Eigentümer und Besitzer der Plattform, das texanische Unternehmen Mariner Energy, bestätigten ebenfalls, dass es keine Hinweise auf eine Umweltverschmutzung gebe. Unternehmenschef Scott Josey muss sich dennoch vor dem Energie- und Handelsausschuss des Reprä- sentantenhauses den Fragen über den Vorfall stellen.
Robert Gibbs, Sprecher des Weißen Hauses, erklärte jedoch, dass man die Situation beobachten werde und sobald es Anzeichen für eine neue Ölpest geben würde, man sofort entsprechende Maßnahmen einleiten werde. Greenpeace-Meeresexperte John Hocevar ist angesichts des erneuten Zwischenfalls auf einer Ölplattform alarmiert. Er warnt davor, weiterhin “mit menschlichem Leben und den Ökosystemen” zu spielen. (mh)