Auch in Malaysia soll Ökostrom ab dem kommenden Jahr mit einer Einspeisevergütung gefördert werden. (Foto: © DailyGreen / Karthaus)
Der technische Leiter des Energieministeriums von Malaysia, Ahmad Hadri Haris, kündigte Ende Juli 2010 an, dass 2011 eine Einspeisevergütung für Ökostrom eingeführt werden soll. Dabei sollen Biogas, Biomasse, Kleinwasserkraft und Photovoltaik geför- dert werden. Die Einspeisevergütung für die einzelnen Energie- formen soll dabei von der Art der Technologie und der Größe der Anlagen abhängen. Ein offizieller Entwurf des Malaysia Energy Centre sieht vor, dass mit 17-24,6 Eurocents/kWH für 21 Jahre (mit jährlicher Degression von 8%) die Photovoltaik die höchste Vergütung erhält. Biomasse und Biogas sollen eine Vergütung von 5,6 bis 6,4 Eurocent erhalten. Die Vergütung für Kleinwasserkraft soll demnach bei 4,6-4,8 Eurocent liegen. Pläne für die Förderung von Geothermie und Windenergie gibt es derzeit nicht.
Im Oktober soll der Gesetzentwurf vom Parlament verabschiedet werden. Daran verbunden ist auch die Einführung einer Agentur für die Einspeisevergütung (Sustainable Energy Development Authority), die mit der Auszahlung der ersten Vergütungen im zweiten Quartal 2011 beginnen soll. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bezeichnet die Ausbauziele Malaysias für erneuerbare Energien als sehr anspruchsvoll. Das Land will in den Jahren 2011 bis 2015 den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 5,5% anheben, wovon der größte Teil aus Biomasse und Kleinwasserkraft stammen soll. Schon seit Anfang 2010 gibt es in Malaysia ein Kreditprogramm für Biodiesel- und Biogasanbieter und Palmölmühlen mit einem Gesamtvolumen von 377 Millionen Euro. Die maximale Kreditsumme für Anbieter liegt bei 12,5 Millionen Euro, die für Kunden bei maximal 2,5 Millionen Euro. Die Kredite , die beim National Green Technology Centre Malaysia beantragt werden können, werden zu einem Zinssatz von 2% vergeben. (mh)