Die Schott Solar AG hat ein neues mutltikristallines Solarmodul mit einem Rekordwirkungsgrad von 17,6% entwickelt. (Foto: © Schott Solar)
Mit einem neuen, von dem Mainzer Solarhersteller Schott Solar entwickelten Verfahren sollen multikristalline Hochleistungs-Solar- zellen in die großindustrielle Produktion gehen können. Die Solarzellen, die in einem industriellen Umfeld gefertigt wurden, erreichen Wirkungsgrade von mehr als 18%. Vom unabhängigen European Solar Test Installation (ESTI) wurde mit einer optimierten Modultechnologie kombiniert ein Rekordwirkungsgrad von 17,6% auf der Aperturfläche bestätigt, teilt Schott Solar mit. Das Neue an diesen Solarzellen ist ihre Rückseite, die mit einer so genannten PERC-Struktur versehen ist. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen dielektrischen Schichten mit lokalen Kontakten. Bei der Modulherstellung setzte Schott Solar neue Ansätze zur Leistungssteigerung ein, um die optischen und elektrischen Verluste, die auf dem Weg von der Solarzelle zum Modul entstehen, zu reduzieren. So wurde für ein konventionelles Layout mit 60 multikristallinen Zellen ein bislang unerreichter Rekordwirkungsgrad von 17,6% erzielt und bestätigt.
Die Photovoltaikindustrie verfolgt grundsätzlich zwei Ansätze mit dem Ziel Kosten zu senken: Produktionsprozesse müssen optimiert und der Wirkungsgrad gesteigert werden. Dr. Martin Heming, Vorstandsvorsitzender von Schott Solar, erklärt, dass die Schott Solar AG nun nicht mehr nur bei der Optimierung der Produk- tionsprozessen führend sei, sondern nun auch beim Wirkungsgrad zu der Spitze gehöre. (mh)