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Italien kürzt Einspeisetarife für Photovoltaik

In Italien wurde ein neues Gesetz zur Kürzung der Photovoltaik-Förderung verabschiedet. (Foto: © Pixelio / Sturm)
In Italien wurde ein neues Gesetz zur Kürzung der Photovoltaik-Förderung verabschiedet. (Foto: © Pixelio / Sturm)

Mit einer offiziellen Bestätigung des “Conto Energia”, der dritten und überarbeiteten Auflage des italienischen Gesetzes zur Förderung der Photovoltaik ist es beschlossene Sache: Ab dem kommenden Jahr wird die Solarförderung in Italien gekürzt. Dem Conto Energia III zufolge sollen die Photovoltaik-Einspeisetarife schrittweise gesenkt werden: 2011 soll Solarstrom aus Freiflächenanlagen mit einer Leistung von höchstens 5 Megawatt in den ersten vier Monaten um durchschnittlich 9,3% weniger vergütet werden. Solarstrom aus Solarparks mit einer größeren Gesamtleistung wird um 14,2% weniger vergütet. Abhängig von ihrer Größe wird die Einspeisevergütung für PV-Dachanlagen um 4,75 bis 13,29% reduziert. Diese Senkungen sollen dann im Laufe des Jahres im viermonatigen Rhythmus fortgesetzt werden.

Neu ist, dass es zukünftig nur noch zwei Kategorien von Photo- voltaik-Anlagen geben wird: Aufdach-Anlagen und sonstigen Anlagen. Dachanlagen sollen im ersten Drittel des Jahres 2011 mit 0,333 bis 0,402 Eurocent pro Kilowattstunde gefördert werden, alle anderen Anlagen erhalten eine Förderung von 0,297 bis 0,362 Eurocent pro Kilowattstunde. Anschließend ist eine jährliche Degression von 6% geplant, für BIPV-Anlagen soll die Förderung bei 2% pro Jahr liegen. Darüber hinaus will Italien den Photovoltaik-Markt deckeln, so dass für alle nicht integrierten Systeme eine Obergrenze von 3000 Megawatt und für BIPV- Anlagen eine Grenze von 200 Megawatt pro Jahr gilt. Experten sehen in dem neuen Gesetz die Möglichkeit für eine nachhaltige Entwicklung des Photovoltaik-Marktes in Italien, der auf der einen Seite genügend Handlungsspielraum biete und auf der anderen Seite eine künstliche Überhitzung vermeide, schreibt das Photovoltaik Magazin. (mh)

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