Seit einer Woche ist Niedersachsens größter Solarpark am Netz und kann rund 2400 Haushalte mit Strom versorgen. (Foto: © TEN eg)
Anfang September wurde der größte Solarpark Niedersachsens offiziell eingeweiht. Die 22 Millionen teure Solaranlage ist mit 36.000 Photovoltaik-Modulen bestückt und produziert damit bis zu 7,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit können rund 2400 Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Anlage, mit deren Bau im Oktober letzten Jahres begonnen wurde, befindet sich auf einer 20 Hektar großen Fläche bei Glandorf (Landkreis Osnabrück) und wird von dem Energieunternehmen Teutoburger Energie Netzwerk (TEN) betrieben.
Bei der Eröffnung des Solarparks erklärte TEN-Vorstandsvor- sitzender Helmut Eicker das große Interesse von zahlreichen Kommunen an diesem Projekt damit, dass die Konzessionsverträge mit den großen Energieversorgern auslaufen und die Kommunen nicht zufrieden seien. Sie würden nun vermehrt versuchen, die Netzbetriebe zurück in die eigene Selbstbestimmung zu holen und wollen deshalb eigene regionale Energieversorgungsprojekte realisieren. Das Energieunternehmen TEN wurde ursprünglich als Genossenschaft zur bäuerlichen Selbstversorgung gegründet, inzwischen hat sich sein Schwerpunkt jedoch auf die erneuerbaren Energien verlagert. Wenn die politischen Rahmenbedingungen dies erlauben, ist ein Projekt wie der Solarpark in Glandorf eine langfristig lohnende Investition, davon ist Eicker überzeugt. Er glaubt, dass es eine realistische Möglichkeit gibt, “in 10-15 Jahren eine völlig autarke Selbstversorgung aus erneuerbaren Energien bereit zu stellen” - vorausgesetzt es wird garantiert, dass das Gesetz zu erneuerbaren Energien beibehalten wird. (mh)