Hamburg diskutiert derzeit über Hafengeld-Rabatte für umweltbewusste Reeder, um die Schadstoffbelastung in den Häfen zu reduzieren.
Der Hamburger Umwelt-Staatsrat Christian Maaß will voraus- sichtlich ab dem nächsten Jahr umweltbewusste Reeder mit einem Rabatt beim Hafengeld belohnen. Maaß erklärte gegenüber dem “Hamburger Abendblatt”, dass man derzeit Gespräche mit anderen Hafenstädten führe und einen einheitlichen Öko-Index für die Schifffahrt festlegen wolle, auf dessen Basis das neue Anreiz- system eingeführt werden soll. Anders als für die Fahrzeuge an Land, für die strenge Vorschriften hinsichtlich der erforderlichen Filter und Katalysatoren gelten, gibt es kaum vergleichbare Schadstoff-Bestimmungen für die Schifffahrt. Die Schiffsabgase, darunter vor allem Ruß und Schwefeloxide, gelangen nahezu ungefiltert in die Häfen. Wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet, stößt ein einziges Kreuzfahrtschiff nach Berechnungen des NABU pro Tag so viel Ruß- und Schwefelpartikel aus wie 12.000 Pkw zusammen. Nun will Hamburg zusammen mit anderen Hafenstädten und auch Reedereien dieses Problem angehen.
Unter anderem wird eine Landstrom-Versorgung der Schiffe diskutiert, denn die Motoren der Schiffe laufen auch während der Liegezeiten, um den Hotelbetrieb auf Deck aufrecht zu erhalten. An einer Finanzierung einer solchen Maßnahme scheinen sich die Reedereien aber nicht unbedingt freiwillig beteiligen zu wollen. Maß sieht als letzten Ausweg nur eine Regelung über EU-Vorschriften. (Foto: © Pixelio/Sterz / mh)