BP hat die Entlastungsbohrung an der leckgeschlagenen Ölquelle im Golf von Mexiko abgeschlossen.
Wie US-Krisenmanager Thad Allen am Donnerstagabend mitteilte, hat der britische Energiekonzern BP die Entlastungsbohrung im Golf von Mexiko die alte Bohrleitung in einer Tiefe von über 4500 Metern erreicht und wurde abgeschlossen. Über diese Bohrung, mit der schon Mitte Mai begonnen wurde, sollen nun im Rahmen der Operation “Bottom Kill” riesige Mengen Schlamm und Zement in das Bohrloch geleitet werden, um das Leck vollständig zu verschließen. Das Leck wurde am 15. August provisorisch mit dem “Static-Kill”-Verfahren geschlossen, nachdem über 100 Tage lang Öl ins Meer strömte. Mit dem Schlamm und Zement, der nun einge- füllt werden soll, soll die Ölquelle endgültig versiegelt werden.
Durch die Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon” am 20. April 2010, bei der 11 Arbeiter ums Leben kamen, strömten in der Folge rund 780 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko, was zur schlimmsten Ölpest in der Geschichte der USA führte. Noch immer ist die Ursache der Explosion nicht geklärt, ebenso wenig wie die Schuldfrage, mehrere US-Behörden führen Ermittlungen durch. Nach wie vor sind 170 Kilometer Küste schwer (insbesondere die Küste von Louisiana) und 800 Kilometer leicht von der Ölpest betroffen, berichtet die “Tagesschau”. Fast 26.000 Menschen und 2700 Schiffe arbeiten auch Monate nach dem Beginn der Katas- trophe noch an der Bekämpfung und Beseitigung des Öls. (mh)