Solarworld hat an seinem größten Standort Freiberg in Sachsen ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. (Foto: © Solarworld)
Am Mittwoch hat das Bonner Photovoltaik-Unternehmen Solarworld sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Freiberg offiziell eröffnet. In dem nach Angaben des Unternehmens 55 Millionen teuren Zentrum sollen bestehende Produktionsverfahren verbessert und neue Produktionsverfahren entwickelt werden. Vorrangiges Ziel ist die Erhöhung der Wirkungsgrade von Solar- zellen, wobei die gesamte Wertschöpfungskette vom Silizium bis zum fertigen Solarmodul berücksichtigt werden soll. Auf einer Gesamtfläche von 10.500 m² sollen unter anderem Verfahren und Anlagen der nächsten Generation in einem produktionsnahen Maßstab unter Reinraumbedingungen getestet werden. Auch Labore für die Entwicklung, Zuverlässigkeitsprüfung und Qualitäts- sicherung sind vorhanden.
Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemeter be- zeichnete das neue Zentrum als Herzstück des wachsenden Solartechnologie-Campus Freiberg. Schon jetzt ist Freiberg der größte Standort des Bonner Konzerns, hier sind rund 1200 feste Mitarbeiter beschäftigt. Solarworld hatte im Frühjahr ein neues Werk zur Wafernfertigung in Betrieb genommen und baut derzeit seine dritte Modulfabrik in Freiberg. Durch das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum hat sich die SolarWorld AG einen Qualitätsvorsprung gegenüber dem internationalen Wettbewerb gesichert, erklärt Vorstandsvorsitzender Frank Asbeck. Er rechnet damit, dass Netzparität in kurzer Zeit erreicht werden könne, so dass Solarstrom für jeden Bürger preisgünstiger ist als her- kömmlicher Strom. (mh)