Das UNO-Klimasekretariat hat die Suspendierung des TÜV Süd für die Zertifizierung von Klimaschutzprojekten aufgehoben.
Im Frühjahr hatte das UNO-Klimasekretariat den TÜV Süd von der Zertifizierung von Klimaschutzprojekten ausgeschlossen, weil die Prüfstelle auch fragwürdige Projekte positiv beurteilt haben soll. Die vom TÜV Süd angewandten Qualitätskriterien wurden als nicht befriedigend angesehen, so dass an manchen positiv beurteilten Projekten Zweifel an deren Zuverlässigkeit aufgetreten waren.
Das UNO-Klimasekretariat hat die Suspendierung nun nach nur vier Monaten wieder aufgehoben. Nach eigenen Aussagen überzeugte der TÜV Süd die UNO mit seinen Verbesserungsvorschlägen. Dazu gehört die Erweiterung des Qualitätsmanagementsystems, die eine tagesaktuelle Bewertung ermöglicht sowie die Notwendigkeit des Nachweises einer drei Monate längeren Berufserfahrung der Auditoren als bislang. Das UNO-Klimasekretariat will in den nächsten drei Monaten überprüfen, ob die Verbesserungen tatsächlich Wirkung zeigen. Das Verbrauchermagazin Öko-Test erklärt, dass Klimaschutzprojekte gemäß des Kyoto-Protokolls von zugelassenen Stellen als solche zertifiziert werden müssen. Nur mit einem entsprechenden Zertifikat können die Projekte als Ausgleichsmaßnahmen offiziell anerkannt werden, so dass dafür Emissionszertifikate ausgegeben werden können. Der TÜV Süd gilt als eine der wichtigsten Prüfstellen weltweit, er hat bereits über tausend Projekte genehmigt. (Foto: © Pixelio/Domnik / mh)