Die Akzeptanz der Bevölkerung für Bioenergie-Anlagen vor der eigenen Haustür muss gestärkt werden. (Foto: © DailyGreen / Karthaus)
Nach den Angaben des Bundesverbandes “WindEnergie” gibt es in Deutschland aktuell über 20.000 Windräder und laut Fachverband Biogasanlagen über 5000 Biogasanlagen. Die Bundesregierung plant den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, doch die Bevölkerung beginnt sich allmählich dagegen zu wehren, berichtet das ZDF. So hat sich zwar eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung in einer Forsa-Umfrage im Dezember 2009 für die Nutzung von regenerativen Energiequellen ausgesprochen, doch sobald in der Nachbarschaft eine Windkraft- oder Biogasanlage gebaut werden soll, werden Bürgerinitiativen gegründet, die gegen die geplante “Verschandelung der Landschaft” vorgehen wollen.
Wenn die Bundesregierung das Ziel erreichen will, bis 2050 tatsächlich 80% des Stroms und 60% des gesamten Energie- bedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu decken, müssen noch weitere Windkraft- und Biogasanlagen folgen, um die bestehenden Atomkraftwerke abschalten zu können. Um die Akzeptanz der unmittelbar betroffenen Bürger zu fördern, plädieren Experten für ihre frühe Einbeziehung und vor allem für umfassende Infor- mationen darüber, was die Alternative zum Ökostrom ist, nämlich Atomstrom. Biomasse, Wasser- und Windkraft machen zusammen 93,4% der Ökoenergie und 9,6% der in Deutschland erzeugten Gesamtenergie aus, berichtet das ZDF. Einen deutlich kleineren Anteil an der Ökoenergie übernimmt die Photovoltaik (2,6%), die Geothermie (2,1%) und die Solarthermie (1,9%). (mh)