Der Deutsche Mieterbund fordert die Einführung eines Öko-Mietspiegels.
Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt hat, dass die Vermieter die Kosten für bessere Wärmedämmungen und andere energetische Sanierungsmaßnahmen an die Mieter weiter- geben dürfen, fordert der Deutsche Mieterbund (DMB) die Einführung eines Öko-Mietspiegels. Schon jetzt gibt es so genannte Öko-Mietspiegel in Darmstadt, Bochum und in Ansätzen auch in Berlin. Gegenüber dem “Spiegel” erklärte Mieterbund- Präsident Franz-Georg Rips, dass ein Öko-Mietspiegel eingeführt werden sollte, bei dem die Dämmung eines Hauses berücksichtigt wird. In einem solchen Mietspiegel, in dem “der Wert einer energetisch modernisierten Wohnung sollte angemessen bei der ortsüblichen Vergleichsmiete” berücksichtigt wird, “kann abgebildet werden, dass der Markt bereit ist, mehr Miete für energetisch modernisierte Wohnungen zu zahlen”, so Rips. Der Deutsche Mieterbund hat sich klar gegen höhere Mieten nach energetischen Sanierungsmaßnahmen ausgesprochen, denn diese seien Gemeinschaftsaufgabe von Eigentümern, Mietern und Staat. Weil die Gebäudesanierung vor allem dem Klimaschutz diene, muss die öffentliche Förderung für derartige Maßnahmen drastisch erhöht werden, fordert der Mieterbund. (mh)