Laut Öko-Test gibt es viele gute Frischnudeln, aber einige Hersteller verstärken mit Hefeextrakt, Würze oder Aromen den Geschmack künstlich.
Jeder Deutsche kauft im Jahr etwa 1 Kilo Frischnudeln aus dem Kühlregal. Grund genug für das Verbrauchermagazin Öko-Test die Pasta aus dem Kühlregal mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu wurden 12 Produkte aus Supermärkten, Discountern und einem Bio-Supermarkt eingekauft. Hierbei handelte es sich vor allem um Tortelloni/Tortellini in den Sorten Spinat/Käse und Käse und dazu noch die von der Rezeptur vergleichbaren Gemüse- maultaschen von Bürger. Die gute Nachricht: die meisten Fertig- nudeln schneiden mit der Note “gut” oder “befriedigend” ab. Nur ein einziges Produkt schnitt “sehr gut” ab, nämlich die “Steinhaus Pasta Rustica Spinat-Ricotta-Tortellini”, die allerdings auch die teuersten Nudeln im Test waren. Die schlechte Nachricht: Einige Hersteller helfen beim Geschmack nach, indem sie Hefeextrakt und Würze (enthält in der Regel Glutamat) oder Aroma in die Produkte geben. Das ist völlig überflüssig, in echter italienischer Pasta gibt es auch keine Geschmacksverstärker. Edeka und Penny haben allerdings bereits angekündigt, dass sie zukünftig auf Hefeextrakt bzw. Aroma in ihren Frischnudeln verzichten wollen.
Auffällig war, dass manche Hersteller unrealistische Angaben zur Portionsgröße machen. So berechnen manche Anbieter eine Portion mit 125 Gramm Nudeln, was etwa 12 Tortelloni entspricht. Laut Öko-Test sind Portionen von 200-250 Gramm angemessener, Verbraucher sollten dies beim Kauf berücksichtigen. (mh)