Die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarer Energien hat sich seit 2004 auf rund 340.000 verdoppelt. (Foto: © DailyGreen / Karthaus)
Nach einer gemeinsamen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), die im Auftrag des Bundesumweltminis- teriums durchgeführt wurde, konnte die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche der Erneuerbaren aufgrund der zunehmenden Strom- erzegung aus Windkraft, Solarenergie und Biomasse im letzten Jahr auf 340.000 steigen. Damit hat sich die Zahl der im Bereich der Erneuerbaren Energien Beschäftigten, in der Zeit von 2004 bis 2009 verdoppelt. Unter der Voraussetzung weiterhin stabiler Förderbedingungen könnte die Bruttobeschäftigung bis zum Jahr 2030 auf bis zu 600.000 Menschen ansteigen. Dies hängt allerdings auch von der Exportentwicklung ab.
In allen Bereichen der erneuerbaren Energien konnte Wachstum registriert werden, das größte Wachstum lieferte der Bereich der Geothermie (706% im Vergleich zu 2004). Absolut betrachtet sind die Entwicklungen in der Solarenergie (221%) und der Biomasse (125%) allerdings noch bedeutender. Bei der Windenergie wurde seit 2004 ein Wachstum von fast 60% verzeichnet. Für den SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber sind die neuen Zahlen ein Beleg für eine von der rot-grünen Bundesregierung eingeleiteten “Erfolgs- geschichte”. Allerdings warnt Kelber vor einem Abbruch des Wachstums und der drohenden Pleite vieler Firmen. Er fürchtet, dass Deutschland in wenigen Jahren in Sachen Erneuerbare von Brasilien, China, Südkorea und den USA überholt wird. (mh)