Unternehmen können durch die ausschließliche Verwendung von Recycling- papier ihre Klimabilanz deutlich verbessern. (Foto: © Pixelio / Kuhlemann)
Nach einer im Auftrag der Tageszeitung “taz” durchgeführten Untersuchung des Öko-Instituts, müssen für die Bilanzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen mehr Kriterien als bislang berück- sichtigt werden. Im Rahmen der Untersuchung sollte festgestellt werden, wie die Gesamt-Emissionen des Zeitungsbetriebs berech- net werden können und zwar über den gesamten Lebenszyklus von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und den Transport bis hin zur Abfallbehandlung. Die Studie wurde im Rahmen des Prosa Pro Klima Projekts durchgeführt, das zu dem Sozial-Ökologischen Forschungsprogramm (SÖF) gehört, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert wurde. Es hat sich gezeigt, dass die “taz” einen CO2-Fußabdruck von rund 5500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr hat, das ergibt pro verkauftem Exemplar eine Emission von rund 300 Gramm an Treibhausgasen. Den größten Anteil an Treibhausgasemissionen (knapp 70%) hat die Papierherstellung. Recyclingpapier hat eine klimaneutrale Ökobilanz, doch die Zeitungen in Deutschland bestehen nur zu 70% aus Recyclingpapier.
Die “taz” hat im Jahr 2007 nur 35% Recyclingpapier eingesetzt. Würde sie nur noch Recyclingpapier (100%) verwenden, könnte etwa die Hälfte der Emissionen aus der Papierherstellung eingespart werden. Konkret wäre dies eine Ersparnis von mehr als 2800 Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Die “taz” plant aufgrund dieser Ergebnisse eine vollständige Umstellung auf Recyclingpapier bis zum Jahr 2011. (mh)