Suchmaschinengigant Google will in den zukünftig größten Offshore-Windpark der Welt investieren. (Foto: © DailyGreen / Karthaus)
Wie der amerikanische Suchmaschinenriese Google mitteilte, will er seine Investitionen in erneuerbare Energien, konkret in Windkraft, massiv ausbauen. Geplant ist, in einen riesigen Offshore-Windpark rund 25 Kilometer vor der Ostküste der USA zu investieren. Der Windpark, der sich über gut 560 Kilometer von New Jersey bis Virginia erstrecken soll, soll eine Leistung von 6000 Megawatt erzielen und damit rund 1,9 Millionen Haushalte versorgen. Mit einer solchen Kapazität wäre es der größte Offshore-Windpark, den es bislang weltweit gibt. Google will nach eigenen Angaben zusammen mit der auf erneuerbare Energien spezialisierte Invest- mentfirma Good Energies und dem japanischen Energieunter- nehmen Marubeni in die Netzanbindung der Windkraftanlagen der Atlantic Wind Connection (AWC) investieren und dabei einen Anteil von 37,5% halten. Die Investition betrifft vor allem ein über 560 Kilometer langes Unterwasser-Stromkabel, das die Windkraft- anlagen im Atlantik mit Haushalten an der Ostküste verbinden soll. Google selbst bezeichnete das Kabel als “Autobahn für saubere Energien”.
Einem Bericht der “New York Times” zufolge soll die Netzanbinung umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro kosten. Das Projekt wird von dem unabhängigen Konzern Trans-Elect durchgeführt, der an der mittleren Atlantik-Küste einen amerikanischen Super-Grid aufbauen will, der zum einen zur Gründung einer neuen Industrie mit vielen grünen Jobs beitragen und zum anderen das ausfallgeplagte Stromnetz stabilisieren soll. Schon früh haben sich die Kalifornier für erneuerbare Energien eingesetzt und engagiert sich auch in zahlreichen Energieprojekten. Erst im Mai kündigte Google an, in zwei kleinere Windparks im US-Bundesstaat North Dakota zu investieren. Durch seine riesigen Datenzentren ist Google selbst ein bedeutender Stromabnehmer. (mh)