Die Energiesparlampe weist im Vergleich mit Glühbirne, Fluoreszenzröhren und Halogenlampen die beste Ökobilanz auf. (Foto: © Pixelio / WRW)
Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungs- anstalt (Empa) der ETH Zürich haben die Ökobilanz verschiedener Beleuchtungsmethoden untersucht. Im Test hat man klassische Glühbirnen, Halogenlampen, Fluoreszenzröhren und auch neue Energiesparlampen unter die Lupe genommen. Dabei wurden nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch Herstellung, Entsorgung und verschiedene Strommischungen berücksichtigt. Das Ergebnis: Deutlicher Testsieger wurde überraschend die Energiesparlampe. Grundsätzlich ist der Anteil der Umweltbelastung, der durch die Herstellung verursacht wird, gering und liegt bei der klassischen Glühbirne bei 1% und bei Energiesparlampen mit 15% höher, was vor allem an den in Energiesparlampen verbauten Elektronikteilen liegt. Auch die Entsorgung der Lampen trägt nur einen kleinen Teil zur Gesamt-Ökobilanz bei. Der weitaus größten Anteil an der Ökobilanz entfällt nämlich auf den Lampenbetrieb, wobei die Art des genutzten Stroms ebenfalls eine große Bedeutung hat: So belastet eine mit Wasserkraft erzeugtem Strom leuchtende Glühbirne die Umwelt weniger als eine Energiesparlampe, die mit dem dem europäischen Strommix betrieben wird.
Der größte Vorteil der Energiesparlampe ist ihre Energieeffizienz und ihre lange Lebensdauer. So weist die Energiesparlampe eine durchschnittliche Lebensdauer von 10.000 Stunden auf, während eine herkömmliche Glühbirne gerade einmal 1000 Stunden überlebt (im Durchschnitt). Nach nur 187 Stunden Brenndauer hat die Energiesparlampe ihre höhere Umweltbelastung bei der Produktion schon wettgemacht. Und wie haben sich die anderen beiden Beleuchtungsmethoden im Test geschlagen? Die Fluoreszenzröhre ist in der Herstellung umweltbelastender als die Energiesparlampe und die Halogenlampe kann mit dem niedrigen Stromverbrauch von Energiesparlampen nicht mithalten. (mh)