Erschreckendes Testergebnis: 42 von 50 getesteten Kinderspielzeugen sind zum Teil hoch mit Schadstoffen belastet. (Foto: © Pixelio / Delater)
Die Stiftung Warentest beliebte Kinderspielzeuge getestet und die Puppen, Holz- und Plastikspielzeuge auf ihre Schadstoffbelastung untersucht. Das erschreckende Resultat: 42 von 50 untersuchten Spielzeugen sind zum Teil sehr stark mit Schadstoffen belastet. Die Tester machten eine unerwartete Entdeckung: Besonders Holz- spielzeug fiel mit teilweise sehr hohen Schadstoffbelastungen auf. Sieben der getesteten Spielzeuge hätten sogar gar nicht auf den Markt kommen dürfen, weil sie gegen geltende Gesetze verstoßen. Zwei drittel der getesteten Spielzeugen wiesen eine hohe bis sehr hohe Belastung auf. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, woher die Spielzeuge stammen und wie viel sie kosten. Selbst der Teddy von Steiff, die Prinzessin von Fisher Price und die Brio-Eisenbahn sind laut “Test” betroffen. Häufig fanden die Tester in den Produkten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Nonylphenol, Formaldehyd, Weichmacher, zinnorganische Verbindungen oder Nickel. Viele Stoffe stehen unter Verdacht, Krebs zu erzeugen, die Fortpflanzungsfähigkeit oder das Erbgut zu schädigen.
Die Annahme, Holzspielzeug sei besser als Plastikspielzeug, stellte sich als falsch heraus: Keines der 15 getesteten Holzspielzeuge ist schadstofffrei! So fanden sich z.B. in der Holzeisenbahn von Brio Flammschutzmittel, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nickel. Im Holzpuzzle von kik und Selecta ist Formaldehyd enthalten. Überraschend: Am besten schnitt das Plastikspielzeug ab. 6 von 10 der getesteten Plastikspielzeuge sind nicht belastet. Den kompletten Test können Sie hier lesen.