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BEE: Reine Kostenbetrachtung bei erneuerbaren Energien unseriös

Laut BEE ist eine reine Kostenbetrachtung keine Grundlage für eine seriöse Bewertung der Erneuerbaren Energieträger. (Foto: © Pixelio / Sturm)
Laut BEE ist eine reine Kostenbetrachtung keine Grundlage für eine seriöse Bewertung der Erneuerbaren Energieträger. (Foto: © Pixelio / Sturm)

Im nächsten Jahr wird die EEG-Umlage in Deutschland auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde Strom ansteigen, was zu heftigen Diskussionen geführt hat. Der Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien e.V. (BEE), Dietmar Schütz, weist jedoch darauf hin, dass für eine seriöse Bewertung der erneuerbaren Energieträge eine reine Kostenbetrachtung nicht ausreicht. So bringe nämlich jeder einzelne Euro, der in den Ausbau der Erneuerbaren investiert wird, schon heute einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen, erklärt Schütz. Der BEE-Präsident stellt klar, dass der Anstieg der Strom- rechnungen in den vergangenen Jahren nur bedingt durch die Förderung der Erneuerbaren Energien, sondern vielmehr durch die Erhöhung der Umsatzsteuer 2006, gestiegene Netzentgelte, höhere Stromgestehungskoste, und massiv gesunkene Börsen- strompreise entstanden ist. Von dem Anstieg der monatlichen Stromrechnung um etwa 30 Euro im Zeitraum von 2000 bis 2010 entfallen laut Schütz nur rund 5 Euro auf die EEG-Umlage.

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann ergänzt, dass bei einem Ausbaustopp der Erneuerbaren Energien wieder in konventionelle Kraftwerke investiert werden müsste, ganz zu schweigen von den verstecketen Kosten für Klima-, Umwelt-, Gesundheits- und Materialschäden in Milliardenhöhe. Klusmann zufolge haben die erneuerbaren Energien alleine im letzten Jahr “im Stromsektor versteckte Kosten in Höhe von 5,7 Milliarden Euro vermieden” und Brennstoffimporte im Wert von 2,2 Mrd. Euro überflüssig gemacht. (mh)

Kommentare
  1. dummy
    24. Oktober 2010

    Man sollte die Förderung der Fotovoltaik stoppen. Es ist unsinnig, so hohe Beträge in eine Energieform zu stecken, während genauso viel Effekt z. B. mit Windenergie zu viel niedrigeren Kosten erreicht werden kann. Auch den Fotovoltaikanhängern muss doch auch klar sein, dass ein weiterer Ausbau bald an Grenzen stößt. Spätestens wenn 5 oder 10 Ct. Aufschlag durch EEG in den Preisen ist, wird die Bevölkerung auf die Barrikaden gehen und den Solarunsinn ohnehin stoppen. Man verlängert nur die Zeit bis dahin, wenn man Solar weiter fördert.

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