Der Bund Naturschutz kritisiert die Politik der Atomstromkonzerne und fordert zum Wechsel zu Ökostromanbietern auf.
Der Bund Naturschutz (BN) übt massive Kritik an der Gewinn- maximierung der vier Atomstromkonzerne. Der Landesbeauftragte des Bund Naturschutz Bayern, Richard Mergner, bezeichnet es als “skandalös, dass die Energie-Konzerne Rekordgewinne einfahren und gleichzeitig die Förderung der Erneuerbaren über das Energie- Einspeise-Gesetz diffamiert wird”. Nach einer aktuellen Studie hat alleine der RWE-Konzern im letzten Jahr 2,3 Milliarden Euro durch überhöhte Strompreise eingenommen und gleichzeitig mitgeteilt, nach der beschlossenen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, die Investitionen in Erneuerbare Energien “einzufrieren” zu wollen. Angesichts dieses Verhaltens der Konzerne ruft BN-Energiereferent Dr. Herbert Barthel zum Wechsel zu echten Ökostromanbietern auf und verweist auf die Kampagne “Atomausstieg selber machen“.
Die Kampagne wird von 21 Umweltverbänden getragen, die Öko- stromanbieter empfehlen, die den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und auch keinen Strom von Atomkonzernen kaufen. Die Träger der Kampagne im Einzelnen sind: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, Naturschutzbund (NABU), .ausgestrahlt, Bund der Energieverbraucher, BI Lüchow-Dannenberg, Campact, Deutscher Naturschutzring (DNR), Bundesverband Bürgerinitiativen Umwelt- schutz (BBU), Forum Umwelt und Entwicklung, genanet - Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit, Grüne Liga, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Jugendbündnis Zukunftsenergie, Kein Leben mit atomaren Risiken (KLAR), Mütter gegen Atomkraft, NaturFreunde, Robin Wood, urgewald und World Wide Fund For Nature (WWF). (mh)