Das "lekker Mobil" hat einen neuen Weltrekord aufgestellt, indem es als erstes alltagstaugliches Elektroauto 605 km ohne Nachladen gefahren ist.
Zum ersten Mal hat ein alltagstaugliches Elektroauto eine Strecke von 605 Kilometern zurückgelegt, ohne zwischendurch auch nur einmal nachladen zu müssen. Das sogenannte “lekker Mobil” des Berliner Technologieunternehmens DBM Energy und des Berliner Energieanbieters lekker Energie hat damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Es bewältigte die Fahrt von München nach Berlin, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie begleitet und unterstützt wurde, mit einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Das Auto, ein umgebauter Audi A2, ist mit vier Sitzen, einem vollständig nutzbaren Kofferraum, Servolenkung, Airbags, ABS, ESP, Klimaanlage, Sitzheizung und Radio ausgestattet und besitzt eine nach Herstellerangaben besonders leistungsfähige Batterie auf Lithium-Metall-Polymer-Basis.
Thomas Mecke, der Vorsitzende der Geschäftsführung der lekker Energie, bezeichnete die Fahrt als “weltweiten Durchbruch in der Elektromobilität”. Im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität hatte die Bundesregierung Fahrten mit alltagstauglichen Elektro- autos von über 300 Kilometern Länge ohne Aufladen erst für das Jahr 2015 angestrebt. Bis 2020 sollen auf Deutschlands Straßen 1 Million Elektroautos unterwegs sein. Momentan werden rund 2800 Fahrzeuge und rund 2500 Ladepunkte in acht Modellregionen auf ihre Alltagstauglichkeit hin getestet. Auch der Autohersteller BMW testet seit Sommer 2009 knapp 600 Elektroautos vom Typ Mini E im aktuell weltgrößten Einzeltest. Privatpersonen und Unternehmen haben die Möglichkeit, die umgebauten Benziner zu testen. Beim Mini E nimmt die Batterie allerdings die Rückbank und den größten Teil des Kofferraums ein. Nicola Brüning, Leiterin des BMW-Büros in Berlin, zeigte sich gegenüber der “Wirtschaftswoche” zuversichtlich und ist überzeugt davon, dass das Elektroauto schneller in den Alltag integriert wird als vermutet. (Foto: © lekker Energie / mh)