Der Ölpest im Golf von Mexiko sind ersten Erhebungen zufolge über 6000 Vögel zum Opfer gefallen. (Foto: © USFWS / Thompson)
Wie das Einsatzzentrum der US-Regierung in dieser Woche mitge- teilt hat, wurden durch die Ölpest im Golf von Mexiko vermutlich über 6000 Vögel und 600 Meeresschildkröten getötet. Da es sich hierbei allerdings noch um vorläufige Zahlen handelt, ist noch nicht sicher, ob alle der 6104 entdeckten toten Vögel tatsächlich der Ölpest zum Opfer gefallen sind. Seit Beginn der Ölkatastrophe im April dieses Jahres wurden vor der US-Küste mehr als 2000 ölverschmierte Vögel gereinigt und gerettet. Bislang konnten 1246 von ihnen nach erfolgreicher Behandlung wieder freigelassen werden. Neben den Vögeln leidet auch das gesamte Ökosystem im Golf von Mexiko noch immer unter den Folgen der Katastrophe, Experten befürchten, dass es sich nie wieder ganz erholen wird. Insbesondere in den Sumpfgebieten von Louisiana, wo zahlreiche Wasservögel- und Schildkörtenarten leben, die vom Aussterben bedroht sind, ist die Lage nach wie vor kritisch.
Die Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon” am 20. April 2010 im Golf von Mexiko löste die bislang schwerste Ölpest welt- weit aus, bei der drei Monate lang ungehindert 780 Millionen Liter ins Meer flossen und weite Teile der US-Küste verseuchten. (mh)