Der neue WWF-Einkaufsratgeber bietet Orientierung für einen nachhaltigen Einkauf von Fischen und Meeresfrüchten. (Foto: © Pixelio / Knipsermann)
Die Umweltschutzorganisation WWF hat einen neuen, hilfreichen Einkaufsratgeber für Fische und Meeresfrüchte veröffentlicht und rät Verbrauchern dringend dazu, beim Fischkauf sowohl auf die Art als auch auf die Herkunft des Fisches zu achten. Bewertet nach ökologischen Kriterien (Bestandsentwicklung, Fangmethoden) sind 20 Arten zu empfehlen, 13 gelten als zweite Wahl und von 29 Arten raten die Umweltschützer ab. Empfehlenswert sind demnach Hering und Seelachs aus dem Nordostatlantik, Dorsch aus der Ostsee und Lachs und Forelle aus Bio-Zucht. Abzuraten ist dagegen von Rotbarsch und Dorade aus dem Mittelmeer und auf Pangasius und tropische Garnelen sollte man ganz verzichten. Der WWF-Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte ist auch als kostenlose App für iPhone und Smartphone sowie als Online- Version auf den Websiten der Umweltschutzorganisation erhältlich.
WWF-Fischereiexpertin Catherine Zucco berichtet, dass 80% aller wirtschaftlich genutzten Bestände weltweit schon jetzt als bis an ihre Grenzen oder zu stark befischt gelten. Für viele Fischarten herrscht akute Gefahr. Laut dem WWF verzehrt jeder Deutsche durchschnittlich 15,7 kg Fisch pro Jahr, davon stammen nur 15% aus hiesiger Fischerei und 85% aus Aquakultur oder Importen. Wer beim Fischkauf bewusst auf Nachhaltigkeit setzen will, kann sich an dem Umweltsiegel des MSC orientieren, das für nachhaltige Fischerei steht, d.h. hier wird nur so viel Fisch gefangen, wie nachwächst und die Meeresumwelt wird weniger zerstört. (mh)