Vor der irischen Küste sind am Samstag 33 Grindwale gestrandet und verendet. (Foto: © Pixelio / Frühling)
Auf Rutland Island vor der irischen Westküste wurden am Samstag 33 tote Grindwale entdeckt, das ist eine der größten Walstran- dungen der Geschichte Irlands. Wissenschaftler konnten wegen schwieriger Wetterverhältnisse erst am Sonntag zu den Tieren hinausfahren und haben Haut- und Gewebeproben entnommen, um die Todesursache der Tiere festzustellen.
Umweltschützer vermuten, dass die Sonartechnik der britischen Marine schuld an dem Tod der Tiere sein könnte, denn in der letzten Woche habe die Marine vor der Küste Schottlands Übungen abgehalten, berichtet Simon Berrow von der Umweltschutz- organisation Irish Whale and Dolphin Group. Dass die zur Ortung und Vermessung unter Wasser eingesetzte Sonartechnik Walen schaden kann, ist mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen. Der große Schalldruck kann Gehirn und Kreislauf der Tiere schädigen und sogar den Tod der Meeressäuger verursachen. Das bestreitet die Marine allerdings, ein Sprecher erklärte der britischen BBC, dass die Entfernung zwischen den Militärschiffen und den Walen mit 80 Kilometern zu groß gewesen sei, als dass das Sonarsystem gefährlich für die Tiere hätte werden können. (mh)