Österreich will ab 2012 den Anteil von Biosprit in Superbenzin von derzeit 3,4% auf 6,1% erhöhen. (Foto: © Pixelio / Andreas Morlok)
Nach einem neuen Gesetzesentwurf, der aktuell in Österreich begutachtet wird, soll der Treibstoff zukünftig einen höheren Anteil von Biosprit enthalten. Konkret soll Superbenzin ab 2012 statt wie bisher 3,4% Biotreibstoff 6,1% enthalten. Dagegen soll der Anteil von Biosprit in Diesel, der derzeit bei 7% liegt, leicht sinken. Wie das österreichische Landwirtschaftsministerium mitteilt, sei nicht damit zu rechnen, dass durch den höheren Anteil an Bio-Treibstoff in Superbenzin, die Preise steigen werden. Es sei aber nicht aus- zuschließen, dass sich eine Veränderung der Weltmarktpreise der jeweiligen Treibstoffarten auch auf die Preise an den Tankstellen auswirke. Geplant ist, im Jahr 2017 den Bio-Anteil im Treibstoff dann noch einmal zu erhöhen.
Umweltschutzorganisationen wie zum Beispiel Greenpeace sehen eine Erhöhung des Bio-Anteils im Treibstoff kritisch, denn eine erhöhte Nachfrage sorgt dafür, dass die Plantagen ausgebaut werden müssen, auf denen die Rohstoffe für Bio-Ethanol wachsen. Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof erklärt, dass nur der zusätzliche Bedarf an Biossprit in Österreich eine zusätzliche Abholzung von Regenwäldern bedeuten würde, die zusätzlich eine halbe Million Tonnen CO2-Emissionen zur Folge hätte. Westerhof fordert, nur dann den Biosprit-Anteil zu erhöhen, wenn sicher- gestellt wird, dass das nicht auf Kosten des Urwaldes geht. (mh)