Mit der neuen Initiative NER 300 will die EU den Kampf gegen den Klimawandel verstärken. (Foto: © Pixelio / Bleyenberg)
Die EU-Kommission will mit der neuen Initiative NER 300 den Kampf gegen den Klimawandel verstärken. Um die CO2-Emissionen weiter zu senken soll zukünftig mehr in neue Technologien zur unterir- dischen Speicherung von Kohlenstoff und zur Emissionsreduktion investiert werden. Klimakommissarin Hedegaard bezeichnete NER 300 als Katalysator für die Demonstration der Machbarkeit neuer, emissionsarmer Technologien in kommerziellem Maßstab. Umwelt- freundliche Technologien seien nicht nur die Quelle für zukünftiges Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, sondern außerdem auch unabdingbar, um die bis 2020 und darüber hinaus gesteckten Klimaziele erreichen zu können.
Die EU-Kommission will zusammen mit der Europäischen Investi- tionsbank mindestens 34 Projekte aus dem Bereich erneuerbare Energien und 8 Anlagen zur Kohlenstoffbindung und -speicherung finanziell unterstützen. Die 34 Projekte aus erneuerbaren Energien setzen sich zusammen aus: neun Projekten zur Bioenergie, fünf zur konzentrierten Solarenergie, drei zur Photovoltaik, sechs zur Windenergie, vier zur Erdwärme, drei zur Meeresenergie, einem zur Wasserkraft und drei zu dezentralen erneuerbaren Energien (intelligente Netze). Dabei werden mindestens 1 und höchstens 3 Projekte pro Mitgliedstaat bezuschusst. Die Initiative ist mit einem Wert von rund 4,5 Milliarden Euro das weltweit größte Förder- programm dieser Art. Etwa die gleiche Summe kommt noch einmal von Projektträgern und Mitgliedstaaten dazu, so dass Investi- tionen von mehr als 9 Milliarden Euro für die Initiative mobilisiert werden. Ab sofort können interessierte Unternehmen ihre Projekt- vorschläge für klimafreundliche Technologien einreichen. Dafür haben sie drei Monate Zeit. (mh)