Das Umweltbundesamt plädiert für einen nachhaltigen Einsatz von Biomasse. (Foto: © Pixelio / Fruitmedia)
Das Umweltbundesamt (UBA) fordert, dass beim Einsatz von Bio- masse als regenerative Energiequelle ein Umdenken einsetzen soll, so dass langfristig weltweit Biomassen nachhaltig angebaut, verarbeitet und eingesetzt werden. Hierzu hat das UBA-For- schungsprojekt Bio-global eine langfristige Strategie erarbeitet, die Biomasse fördert, aber nicht auf Kosten von Biodiversität und Klimaschutz geht. UBA-Präsident Jochen Flasbarth erklärt, dass Bioenergie nur dann sinnvoll sein kann, “wenn deutlich weniger Treibhausgase entstehen als bei fossilen Energieträgern und keine Nachteile für die Umwelt auftreten”.
Biomasse wird vor allem zu Strom, Wärme und Kraftstoff umge- wandelt. Da es sich hierbei aber um eine sehr knappe Ressource handelt, empfiehlt das UBA die nachwachsenden Rohstoffe (Holz, Pflanzenöle) in erster Linie zur Produktherstellung zu nutzen und erst nach einer mehrfachen Nutzung dieser Art für die Energie- gewinnung eingesetzt werden. Zudem sollen nachwachsende Rohstoffe hauptsächlich auf solchen Flächen angebaut werden, die für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion nicht oder nur bedingt geeignet sind. Hier kann mit dem Anbau von Biomasse viel Kohlenstoff gebunden werden, ohne dass sich dies negativ auf die Böden und den Wasserhaushalt auf diesem Gebiet auswirkt.
Das UBA schlägt außerdem vor, für internationale und bilaterale Finanzierungsinstitute verbindliche projektbezogene Nachhaltig- keitsstandards für Boden, Wasser und Biodiversität sowie die Einhaltung von Sozialstandards zu entwickeln. Diese sollen unabhängig von anderen Regelungen (z.B. WTO) erfolgen und können auch regionale Aspekte betreffen. (mh)