Die Betreiber von alpha ventus fordern größere Anreize und bessere Rahmenbedingungen für die Offshore-Windkraft. (Foto: © alpha ventus)
Die drei Stromversorger E.On, EWE und Vattenfall, die gemeinsam Deutschlands ersten Offshore-Windpark “alpha ventus” betreiben, fordern bessere Rahmenbedingungen und größere Anreize für den weiteren Ausbau der Offshore-Windkraft. Zwar seien in der Nord- und Ostsee schon fast 30 Windparks genehmigt, aber nur bei wenigen stehe der Baubeginn kurz bevor. Der Geschäftsführer der Vattenfall Europe Windkraft, Georg Friedrichs, forderte aus diesem Grund mehr Planungssicherheit für die Unternehmen. Für Jörg Buddenberg (EWE Energie) ist der zögerliche Ausbau der Offshore- Windkraft ein Zeichen dafür, dass es noch an Vertrauen in die Wirtschaftlichkeit der Projekte mangele, schreibt das “Hamburger Abendblatt”.
Der Offshore-Windpark “alpha ventus” mit 12 Windkraftanlagen dient als Testfeld der Offshore-Branche und liegt nördlich von Borkum. Seitdem der Windpark Ende April als Pilotprojekt ans Netz gegangen ist, hat er rund 170 Gigawattstunden Strom eingespeist und liefert somit Strom für rund 50.000 Haushalte. Die Betreiber erhoffen sich hierdurch grundlegende Erfahrungen, die beim Bau und Betrieb zukünftiger Offshore-Windparks genutzt werden können. Die Bundesregierung strebt an, bis zum Jahr 2020 eine Offshore-Windkraftleistung von etwa 10.000 Megawatt zu erzielen, was rund 2000 großen Windrädern entspricht. (mh)