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Weltgrößtes Unterwassermuseum für den Artenschutz

Mit Hilfe des größten Unterwassermuseums der Welt vor Cancun sollen Korallenriffe geschützt werden. (Foto: © DeCaires Taylor)
Mit Hilfe des größten Unterwassermuseums der Welt vor Cancun sollen Korallenriffe geschützt werden. (Foto: © DeCaires Taylor)

Im Meer vor der mexikanischen Touristenstadt Cancun stoßen Taucher zukünftig auf das größte Unterwassermuseum der Welt, das Ende November - zeitgleich zur 16. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen - eingeweiht werden soll. Hier stehen in neun Meter Tiefe 400 lebensgroße Skulpturen, die von dem britischen Künstler Jason DeCaires Taylor erschaffen wurden und den Namen “Die stille Evolution” tragen. Schon jetzt haben sich an manchen Skulpturen lange Algenhaare gebildet, was durchaus gewollt ist, denn die Ausstellung soll einmal zu einem künstlichen Riff werden. Die Arbeit an dem beeindruckenden Projekt dauerte zwei Jahre. Die Skulpturen von DeCaires Taylor haben reale menschliche Vorbilder, die der Brite auf der Straße getroffen hat wie z.B. ein alter Mann, ein spielendes Kind oder eine schwangere Frau. Von ihnen fertigte er Gipsabdrücke an, die er dann mit Zement oder Fiberglass ausfüllte. Die Ausstellung kostet 183.000 Euro.

Die Skulpturen sollen vor allem die Taucher von den bedrohten Korallenriffen vor Cancun weglocken, so dass sich die Korallenriffe erholen können. Das Naturparadies vor der mexikanischen Küste ist bedroht, jedes Jahr kommen 750.000 Besucher und Stürme, der Klimawandel und Schiffsanker sorgen für zusätzliche Zerstörung. Das Schicksal der Riffe von Cancun ist kein Einzelfall: Laut den Experten der US-Meereskundebehörde NOAA werden bis zum Jahr 2050 etwa 60% der Riffe auf der ganzen Welt abgestorben sein, wenn die aktuelle Belastung, der sie ausgesetzt sind, nicht weiter verringert wird. (mh)

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