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OECD: Steuern auf ungesundes Essen

Im Kampf gegen das weltweite Übergewicht schlägt die OECD eine Besteuerung auf ungesundes Essen vor. (Foto: © Pixelio / Rossmann)
Im Kampf gegen das weltweite Übergewicht schlägt die OECD eine Besteuerung auf ungesundes Essen vor. (Foto: © Pixelio / Rossmann)

Ein Autorenteam um Franco Sassi von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat einen äußerst ungewöhnlichen Vorschlag zum Kampf gegen Übergewicht gemacht: Auf ungesundes Essen sollen Steuern erhoben werden und die Abgaben für gesunde Ernährung verringert werden. Wie “Die Welt” berichtet sind die USA und Mexiko mit zwei von drei Erwachsenen, die übergewichtig sind, weltweiter Spitzenreiter. Den Experten zufolge lag der Anteil krankhaft übergewichtiger Menschen vor 1980 noch bei deutlich unter 10 Prozent und die massive Zunahme des Übergewichts, von der heute auch schon sehr junge Menschen betroffen sind, sei besorgniserregend. Die Autoren weisen darauf hin, dass schwer übergewichtige Menschen im Schnitt 8 bis 10 Jahre früher sterben als normalgewichtige Menschen, von den gesundheitlichen Problemen (z.B. erhöhtes Diabetesrisiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) ganz zu schweigen.

Inzwischen sind nicht nur Industrienationen, sondern zunehmend auch Schwellenländer von dem Übergewicht betroffen, deshalb fordern die Forscher nun ein umfassendes Präventionsprogramm. Darin sollen sowohl Aufklärungsmaßnahmen und Warnhinweise auf Verpackungen und Werbeverbote für besonders ungesunde Lebensmittel als auch unterschiedliche Steuersätze für gesundes und ungesundes Essen umgesetzt werden. Die Kosten für ein solches Gesundheitspaket wären im Vergleich zu seinem Nutzen gering: Pro Person würde eine solche Kampagne weniger als 1 US-Dollar kosten, dagegen würden in 20 Jahren weltweit ein Gewinn von 7 Millionen Jahren guter Gesundheit erzielt werden. (mh)

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