Spanien hat die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom gesenkt. (Foto: © Pixelio / Sturm)
Die spanische Regierung hat nach monatelangen Verhandlungen mit der heimischen Photovoltaik-Industrie die Solarförderung neu geregelt. Nach dem neuen königlichen Erlass, in dem die neuen Einspeisetarife für Photovoltaik festgeschrieben wurden, wird die Vergütung reduziert. Konkret sinkt die Solarstromvergütung aus kleinen PV-Dachanlagen bis 20 Kilowatt um 5%, die Förderung für größere Dachanlagen sinkt um 25% und große Freiflächenanlagen werden im kommenden Jahr mit 45% niedrigeren Tarifen vergütet. Von der Neuregelung sind nicht nur alle zukünftigen Photovoltaik-Projekte betroffen, sondern auch jene, die im vierten Quartal dieses Jahres genehmigt wurden.
Die spanische Regierung will zukünftig alle vier Monate neu über die Einspeisevergütung beraten, allerdings wurden rückwirkende Kürzungen ausgeschlossen. Der spanische Industrieminister Miguel Sebastian hatte erst kürzlich angekündigt, die Einspeisetarife rückwirkend um 40% zu senken. Allerdings wurde die Förderung von PV-Anlagen, die noch nach der Regelung von 2007 und 2008 installiert wurden, auf 25 Jahre begrenzt und gilt nicht mehr, wie bislang, für die komplette Lebensdauer der Anlagen. (mh)