Der Elektro-Supersportwagen "Nemesis" von dem britischen Unternehmen Ecotricity soll schneller sein als ein Ferrari. (Foto: © Ecotricity)
Das britische Ökoenergie-Unternehmen Ecotricity hat seinen ersten Elektro-Sportwagen “Nemesis” vorgestellt, den den Angaben des Unternehmens zufolge schneller sein soll als ein Ferrari V12. Mit dem Elektrosportwagen möchte das Unternehmen aber nicht nur zeigen, dass Elektroautos auch optisch sehr ansprechend sein können. “Wir wollten auch beweisen, dass Elektroautos günstig und rein mit Windenergie betrieben werden können”, so Ecotricity-Gründer Dale Vince. Er geht davon aus, dass 5.000 Windturbinen der nächsten Generation den gesamten Strombedarf britischer Autos decken könnten. Nach heutigen Standards würden laut Vince etwa 10.000 Turbinen benötigt.
Der “Nemesis” basiert auf dem britischen Sportwagen Lotus Exige. Das des Exige Chassis wurde von Ecotricity um rund 9 Zentimeter verlängert und der Schwerpunkt nach unten verlagert. Während des Umbaus wurden 96 Lithium-Ionen-Polymerzellen im Fahrzeug verbaut. Je nach Fahrstil sollen diese für eine Reichweite von bis zu 240 Kilometern sorgen. Den Sprint von 0 auf 160 km/h bewältigt der “Nemesis” den Angaben zufolge in rund 8,5 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei beeindruckenden 275 km/h. Den Strom für den “Nemesis” liefern momentan die Windräder des Unternehmens. “Die Antwort werden Wind-betriebene Fahrzeuge sein, die mit erneuerbarer Energie geladen werden”, so Vince. Die Entwicklung des “Nemesis” kostete etwa eine Million Pfund. Die öffentliche Hand bezuschusste das Projekt mit 400.000 Pfund. Ecotricity arbeitet bereits an weiteren Projekten wie einem elektrisch betriebenen Traktor. (ok)