Laut aktuellem Ökomonitoring weisen nur 1% der Bio-Produkte Rückstände von Pestiziden auf. (Foto: © Pixelio / Handke)
Laut dem aktuellen Ökomonitoring Obst und Gemüse (Baden-Württemberg) sind die Rückstände und Kontaminationen in Bio-Produkten in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Wie Öko-Test berichtet, lag die Beanstandungsquote 2005 noch bei 8,4%, aber im letzten Jahr nur noch bei 1%. Öko-Test sprach mit der Leiterin der Abteilung Rückstände und Kontaminanten am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Stuttgart, Ellen Scherbaum, über dieses erfreuliche Ergebnis. Sie erklärt den Rückgang damit, dass die betroffenen Firmen offenbar in den letzten Jahren nach den Ursachen der Belastung gesucht und erfolgreich abgestellt haben.
Beanstandet werden Bio-Produkte, die über 10 Mikrogramm Pestizidrückstände pro Kilogramm Obst oder Gemüse aufweisen, weil deren Erzeugung oder Verarbeitung vermutlich nicht nach den Vorgaben für ökologische Landwirtschaft erfolgt ist, erklärt Ellen Scherbaum. Wenn solche Produkte dann trotzdem als “Bio” ausgelobt wird, ist das eine Irreführung und die Produkte dürfen mit dieser Bezeichnung nicht mehr vermarktet werden. Im Schnitt liegt der Gehalt an Rückständen in Bio-Produkten bei etwa 2 Mikrogramm pro Kilogramm, das ist um etwa 200 Mal weniger als bei konventionell erzeugten und verarbeiteten Produkten. (mh)