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Studie: Mikrowellen-Popcorn könnte Krebs auslösen

Eine neue Studie zeigt, dass über Mikrowellen-Popcorn krebserregende Stoffe in den Körper gelangen können. (Foto: © Pixelio / Klack)
Eine neue Studie zeigt, dass über Mikrowellen-Popcorn krebserregende Stoffe in den Körper gelangen können. (Foto: © Pixelio / Klack)

Gerade jetzt, wo die Tage wieder kürzer und die Abende länger werden, setzt man sich gerne gemütlich vor den Fernseher und schaut, während die Temperaturen draußen gegen 0 tendieren, im Warmen einen guten Film. Für viele Menschen gehört das Popcorn einfach zum abendlichen Filmgenuss dazu. Sofern das Popcorn nicht aus der Mikrowelle kommt, ist das auch kein Problem.

Wie Kanadische Chemiker nun herausgefunden haben, gelangen Phosphatester (PAPs), die sich oft in Verpackungen von Fast Food und Mikrowellen-Popcorn finden, in den menschlichen Körper und werden dort zu perfluorierten Carbonsäuren (PDCAs) abgebaut. Diese Stoffe sind weltweit in Menschen nachweisbar und stehen in dringendem Verdacht, ein möglicher Auslöser für Krebs zu sein. Die Stoffe lagern sich im Blut und im Organgewebe ab und werden nur sehr langsam ausgeschieden. In Tierversuchen mit Laborratten wiesen die Forscher erstmals nach, dass die sogenannten PAPs im Körper zu PFCAs abgebaut werden. Unter anderem zu dem Stoff Perfluoroctansäure (PFOA). Es kann also nur empfohlen werden, zum frischen Popcorn zu greifen und Mikrowellen-Produkte wenn möglich zu meiden. Die Studie der Universität von Toronto können Sie unter diesem Link in ganzer Länge nachlesen. (ok)

Anm.d.Red.: DailyGreen ist strikt gegen Tierversuche. Trotzdem möchten wir unseren Lesern Ergebnisse aus Studien, in denen Tierversuche durchgeführt wurden und durch die sich eventuell gesundheitliche Risiken abwehren lassen, nicht vorenthalten.

Kommentare
  1. jantiff
    22. November 2010

    Die Redaktion von “Daily Green” ist gegen grausame Tierversuche, also Tierquälerei, und trotzdem verurteilt sie diese Experimente nicht, sondern sagt stattdessen, dass man glaubt, dass sich durch das Quälen von Nagetieren Gefahren für den Menschen abwehren lassen?

    Ein beeindruckenderes Beispiel für die Vereinnahmung durch den Tierversuch habe ich bisher noch nicht gefunden. Man kann Tierexperimentatoren keine größere Freude bereiten, wenn selbst jene, die Tierversuche eigentlich (aus ethischen Gründen) ablehnen, sagen, dass sie eben leider wohl sein müssen, da sie angeblich wertvolle und aussagekräftige Informationen liefern.

    Von solchen Versuchen profitieren nur die Wissenschaftler, niemand sonst. Zurück bleiben kranke Tiere und Millionen kranke Menschen, weil Tierversuche ständig falsche Informationen liefern, denn der Mensch ist keine 70-kg-Maus. Selbst wenn man solche Versuche mit Menschen machen würde, könnte man sie nicht zuverlässig auf andere Menschen übertragen. Will ich bereits die Wechselwirkung von 2 verschiedenen Substanzen im Tier “simulieren”, stößt die sog. Toxikologie (die ja nichts anderes ist als eine Tiertoxikologie) an ihre Grenzen.

    Ist es im Ökozeitalter eigentlich noch Öko, wenn sog. Wissenschaftler Mitgeschöpfe vergiften, um zu sehen, wie weit wir uns und die Erde vergiften können, und selbst die umwelt- und tierfreundlichen Medien dies letztlich als notwendig akzeptieren? Gehören die Tiere denn nicht zu Natur? Sind Wale wertvoller als Nagetiere?

    Anm.d.Red.: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir lehnen Tierversuche natürlich auch dann ab, wenn diese unter dem Vorwand durchgeführt werden, zum Wohle des Menschen stattzufinden. Wir unterstützen nicht bestimmte Tierversuche, wir behalten uns lediglich vor - wie beschrieben - über ein Ergebnis einer Studie zu berichten. Welche Schlüsse der Leser für sich aus den jeweiligen Informationen zieht, bleibt ihm überlassen. Ihre Aussage, wir würden Tierversuche zum Wohle des Menschen unterstützen, ist also schlichtweg falsch. Eine grundsätzliche Debatte zum Thema Tierversuche ist hier also nicht nötig.

    Ihre Meinung
  2. jantiff
    24. November 2010

    Da habe ich vielleicht ein bisschen überreagiert, das gebe ich zu. Dass eine Redaktion/Mediendienst einen Tierversuch mit dem Hinweis versieht, dass man strikt gegen Tierversuch sei, ist schließlich selten genug, und dafür bin ich selbstverständlich dankbar. Dennoch bleibt ein gewisser Widerspruch, wenn Sie sich als Tierversuchsgegner erklären und im gleichen Zuge direkt aus den Ergebnissen eines (haarsträubenden) Tierversuchs Empfehlungen für das menschliche Essverhalten ableiten.

    Da die Grenze zur Tierquälerei im Versuch fließend ist, ist das nichts anderes, als wenn Sie Tierversuche veröffentlichen, in denen man feststellt, dass hungernde Ratten länger und Mäuse mit Schlafentzug kürzer leben und Wasser Schmerzen bei Nagetieren lindert, denen man den Hirnstamm zerstört hat. Und dann darauf wie folgt Bezug nehmen: “Es kann also nur empfohlen werden . . .” So, nun ist aber gut . . .

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