Öko-Test: Verbraucher zahlen Großteil der EEG-Kosten
Deutsche Stromkunden haben im Jahr 2009 rund 4,6 Mrd Euro als Einspeise- vergütung an die Anlagebetreiber gezahlt und damit den Großteil der Kosten getragen, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) anfallen. Darauf weist Öko-Test hin. Durch diesen Beitrag der Verbraucher wurden Emissionen und Treibhausgase in Höhe von rund 7,8 Milliarden Euro eingespart. Darüber hinaus konnten 2009 rund 300.000 Beschäftigte bei der Installation, dem Betrieb und der Wartung von Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sein. Diesen Kosten in Höhe von 7,5 Milliarden Euro steht demnach ein Nutzen gegenüber, der mit 7,8 Milliarden Euro beziffert werden kann.
Die Energiekonzerne selbst haben dagegen vergleichsweise wenig in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert: Auf Anfrage von Öko-Test gab Vattenfall an, im Jahr 2009 europaweit rund 13 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert zu haben. EON hat nach eigenen Angaben im letzten Jahr rund 1 Milliarde Euro investiert, davon 90% in Windkraft und jeweils 5% in Biomasse/-gas und Solarenergie. Der Energieversorger EnBW soll vergangenes Jahr 250 Millionen Euro in Öko-Energien, vor allem Wind- und Wasserkraft, investiert haben. (mh)





