EU verbietet Bisphenol A in Babyflaschen
In vielen Plastikprodukten wie z.B. in Spielzeug oder Babyflaschen ist die Chemikalie Bisphenol A enthalten, die im Verdacht steht krebserregend zu sein und das Immunsystem schädigen kann. Außerdem kann es unter Umständen die Sexualentwicklung beeinträchtigen und zu Unfruchtbarkeit führen. Nachdem im Juli schon Dänemark den Einsatz von Bisphenol A in allen Kinderprodukten verboten hat, reagiert nun auch die EU. Die EU-Gesundheitsexperten haben sich auf ein Verbot von Bisphenol A in Babyflaschen geeinigt. Damit dürfen Flaschen, die diese Chemikalie enthalten, ab März 2011 nicht mehr produziert und ab Juni 2011 nicht mehr verkauft und importiert werden.
Verbraucherschützer fordern schon lange, Bisphenol A in sämtlichen Alltagsprodukten zu verbieten. Dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zufolge werden alleine in Deutschland rund 400.000 Tonnen Bisphenol A vermarktet, der Anteil in Babyflaschen ist allerdings nur gering. Nachdem der BUND 2009 in mehreren Baby-Schnullern die Substanz nachgewiesen hat, hatten die Hersteller diese Produkte vom Markt genommen. In Frankreich, Australien, Kanada und mehreren Bundesstaaten der USA ist Bisphenol A bereits verboten. Österreich und Schweden kündigten ebenfalls ein nationales Verbot an, falls die EU nicht aktiv geworden wäre. (mh)




