Tipps zum CO2 sparen in der kalten Jahreszeit: Heizung

Experten schätzen, dass auf jeden Bürger in Deutschland pro Jahr im Durchschnitt etwa 11 Tonnen CO2-Emissionen von entfallen. Dabei schwanken die individuellen CO2-Bilanzen erheblich: Laut einer Statistik des Umweltbundesamtes kann ein sehr sparsamer und effizient lebender Mensch durchaus mit 5,2 Tonnen CO2 pro Jahr auskommen, während es ein verschwenderischer Mensch leicht auf 14,5 Tonnen CO2 pro Jahr bringen kann. Aus dieser Spanne ist ersichtlich, dass jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann, die CO2-Emissionen zu reduzieren und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein ganz wichtiger Bereich hierbei ist das Heizen, denn je nach Art der Heizung kann diese schon alleine 2 Tonnen CO2 oder mehr pro Jahr ausmachen. Um beim Heizen Energie, Geld und damit auch CO2-Emissionen einzusparen, sollten Sie einfach die folgenden Tipps beachten:
Fenster abdichten und Heizrohre dämmen
Durch undichte Fenster kann jede Menge Wärme und damit Energie entweichen. Gleiches gilt für ungedämmte Heizrohre, bei denen ein Großteil der Wärme schon im Keller verpufft und gar nicht erst bis ins Wohnzimmer gelangt. Beides kann relativ einfach und kostengünstig behoben werden: Für etwa 12 Euro erhalten Sie 5 Meter Dichtungsband für die Fenster und für weniger als 4 Euro bekommen Sie 1 Meter Rohrschalen mit 30 mm Isolierdicke in jedem Baumarkt. Alleine mit diesen beiden Maßnahmen können Sie als Beispiel in einem Einfamilienhaus mit 150 m² jährlich insgesamt 375 kWh (Fenster: 1250 kWh + Heizrohre: 2500 kWh) einsparen - das entspricht einem CO2-Einsparpotenzial von 1200 kg bei einer Ölheizung und 940 kg bei einer Gasheizung!
Wohnung und Heizkörper richtig (ent)lüften
Wichtig für eine gute und vor allem effiziente Belüftung von Räumen ist ein guter Luftaustausch, der jedoch nicht durch ständig gekippte Fenster, sondern nur durch Stoßlüften erfolgt. Je nach Jahreszeit und aktueller Außentemperatur können die Stoßlüftungen zwischen 4-6 Minuten im Winter und 25-30 Minuten im Sommer andauern. Wenn die Heizkörper gluckern oder piepsen, ist oft die Heizanlage nicht richtig eingestellt. Auch hier besteht Energieeinsparpotenzial: Entlüften Sie die Heizkörper oder lassen Sie von einem Fachmann einen sogenannten “hydraulischen Abgleich” vornehmen, mit dem Sie 10 bis 20% Energie und rund 180 kg CO2 pro Jahr (in einem Einfamilienhaus mit 150 m²) einsparen können.
Heizen Sie maßvoll
Verzichten Sie darauf, Ihre Wohnung auf tropische Temperaturen zu heizen, eigentlich reicht eine Temperatur von 20°C im Wohnzimmer aus, im Schlafzimmer 17°C. Wenn Sie Ihre bisherigen Raumtemperatur nur um 1°C senken, sparen Sie schon 6% an Heizenergie ein. Bei einer 80 m² Altbauwohnung würden Sie durch maßvolles Heizen jährlich 1500 kWh und bis zu 340 kg CO2 einsparen. Steuern Sie Ihre Heizzeiten bewusst mit Hilfe elektronischer Thermostatventile, mit denen Sie weitere 15% Heizenergie und bis zu 780 kg CO2 sparen können.





