EU-Offshore-Forschungsprojekt HiPRWind gestartet
Das mit einem Gesamtbudget von 20 Mio. Euro vom Fraunhoferinstitut IWES koordinierte EU-Offshore-Forschungs- projekt HiPRWind (High Power, High Reliabiliy Offshore Wind Technology) startete jetzt mit einem Kick-Off Meeting. 19 Projektpartner sind an dem EU-Forschungsprojekt für Windenergie an Tiefwasserstandorten beteiligt, in dem in der fünfjährigen Laufzeit kosteneffiziente Ansätze für schwim- mende Windenergieanlagen entwickelt und im Offshore-Betrieb getestet werden sollen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Offshore-Energie wird von der Europäischen Kommission mit der Bereitstellung von 11 Mio. Euro unterstrichen. Mit dem Bau einer schwimmenden Windenergieanlage im Maßstab 1:10 (1-Megawatt-Bereich) soll dabei die Brücke zwischen kleinskaligen Wellentanktests und dem Offshore-Einsatz im Multimegawattbereich geschlagen werden. An bereits erschlossenen Offshore-Standorten sollen an dieser Anlage erstmals größere Messungen durchgeführt werden und die verfügbare Datenbasis für Forschung und Entwicklung erheblich erweitern.
Zu den Zielsetzungen des Projektes gehört zudem, für zentrale technische Herausforderungen im Bereich Rotorblattdesign, Anlagen- überwachung, Antriebs- und Regelungselektronik neue Lösungen zu entwickeln. Für den erfolgreichen Betrieb von Offshore-Windenergie- anlagen sollen dabei Schlüsselfasktoren wie hohe technische Zuver- lässigkeit, Fernüberwachung sowie Netzintegration mit besonderem Blickpunkt auf schwimmende Strukturen untersucht werden. Zudem sollen dabei Gewichts- und Größenbegrenzungen durch intelligentes Design überwunden werden wie beispielsweise aktive Kontrollelemente zur Reduktion der dynamischen Lasten, die Gewichts- und Materialein- sparungen ermöglichen.
Aus Sicht des IWES-institutsleiters Prof. Dr. Andreas Reuter können die Projektpartner künftig Einsparpotenziale durch den Zugriff auf den Datenpool ausloten und so dem Ausbau der Offshore-Windkraft an küstenfernen Standorten neue Impulse geben. (sk)





