Mit der richtigen Ernährung CO2 sparen
Nicht nur beim Heizen, Autofahren, Reisen und Stromverbrauch lassen sich durch bewusstes Verhalten unnötige CO2-Emissionen verhindern, auch im Bereich der Ernährung gibt es großes Einsparpotential. Schätzungen von Experten zufolge belaufen sich die durch Ernährung verursachten CO2-Emissionen auf etwa 1,7 Tonnen pro Person und Jahr. Die CO2-Emissionen werden vor allem durch die Produktion, bei der Lagerung und dem Transport von Lebensmitteln verursacht. Die Emissionen, die beim Verbraucher durch die Fahrt zum Supermarkt, der Lagerung im Kühlschrank und der Zubereitung anfallen, sind bereits in der Rechnung enthalten. Wer seine persönliche CO2-Bilanz verbessern möchte, kann mit einem bewussten Einkauf bis zu 0,7 Tonnen CO2 pro Jahr sparen. Hier unsere Tipps, wie Sie Ihre Ernährung klimafreundlich gestalten können:
Regionale und Bio-Produkte
Ein Grund für hohe CO2-Emissionen, die durch Lebensmittel verursacht werden, sind die oft sehr langen Transportwege. So kaufen wir Gemüse und Obst aus Spanien, Spargel aus Holland und exotische Früchte aus der Südsee. Einige Produkte sind in Deutschland einfach nicht anders zu bekommen. Einen Großteil gibt es jedoch oft beim Bauer oder Bio-Laden um die Ecke. Mit dem Kauf regionaler Waren können Sie ganz einfach CO2-Emissionen vermeiden. Kaufen Sie also Kartoffeln, Gemüse und Obst wie zum Beispiel Äpfel und Birnen beim Bauer Ihres Vertrauens, schon können Sie die CO2-Emissionen für diese Waren halbieren. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel, können Sie noch mehr CO2-Emissionen vermeiden: Vor allem der Verzicht auf Düngemittel bringt CO2-Einsparungen von 5-25% im Vergleich zu konventionell produzierten Lebensmitteln.
Frische Lebensmittel der Saison
Selbst Bio-Produkte aus der Region können einen enorm hohen Energieaufwand und hohe CO2-Emissionen mit sich bringen, nämlich dann, wenn sie aus beheizten Treibhäusern stammen und/oder über längere Zeit gelagert und gekühlt werden muss. In beiden Fällen können die CO2-Emissionen sogar noch die von Import-Produkten übersteigen. Ein Vergleich des Öko-Instituts: Die CO2-Bilanz einer herkömmlich erzeugten Tomate aus der Region, die im März per LKW angeliefert wird, ist mit 9.315 Gramm/Kilogramm um das mehr als 35-fache höher als die einer biologisch erzeugten Tomate aus der Region, die im September per LKW angeliefert wird (265 Gramm/Kilogramm). Achten Sie deshalb darauf, dass Sie nur Obst und Gemüse aus der aktuellen Saison kaufen. Übrigens: Ein weiterer Vorteil von frischen Lebensmitteln ist, dass sie wenig Weiterverarbeitung und weniger Verpackung benötigen und auch in dieser Hinsicht klimafreundlicher sind, weil die CO2-Emissionen, die bei jedem Arbeitsschritt anfallen, hier eingespart werden.
Fleischkonsum einschränken
Die CO2-Emissionen unterscheiden sich zwischen verschiedenen Lebensmittelgruppen erheblich. Neben Milchprodukten, Butter und Käse sind es vor allem Fleischprodukte, die eine hohe CO2-Bilanz aufweisen. Bei Fleisch, insbesondere bei dem beliebten Rindfleisch, schlägt der hohe Futtermittelbedarf, die weiten Transportwege und die intensive Kühlung zu Buche. Hinzu kommt, dass Rinder große Mengen des gefährlichen Treibhausgases Methan in die Atmosphäre entlassen. Wenn schon Fleisch, dann sollten Sie auf Geflügel oder Schweinefleisch - am besten vom regionalen Ökobauern - ausweichen, die deutlich weniger CO2-Emissionen mit sich bringen. Wenn Sie pro Woche auf 1 kg Rindfleisch verzichten, haben Sie rund 700 kg CO2 im Jahr eingespart.




