Papst Benedikt XVI offen für Papamobil mit Elektroantrieb

Anlässlich einer Buchvorstellung über das ökologische Engagement im Vatikan erklärte Kardinal Giovanni Lajolo am Mittwoch, dass sich Papst Benedikt XVI. ein „Papamobil mit Elektroantrieb“ gut vorstellen könne und dies sicherlich einem Fahrzeug mit konventionellem Antrieb vorziehen würde. Berichten zufolge habe die deutsche Firma Solarworld wegen der alternativen Motorisierung bereits um eine Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche ersucht. Allerdings müssten zuvor jedoch noch Sicherheitsbedenken des Vatikans aus dem Weg geräumt werden, sagte der Marketingleiter der Bonner Firma Solarworld, Milan Nitzschke. Denn immer noch glaubten einige im Vatikan fälschlicherweise, dass ein Elektroauto im Gefahrenfall nicht so schnell beschleunigen könne wie ein Fahrzeug mit konventionellem Verbrennungsmotor.
Papst Benedikt XVI. gilt als umweltfreundlicher Papst, der sich für den Einsatz von erneuerbaren Energien und Umweltschutz einsetzt. 2008 schenkte Solarworld ihm über 2000 Solarmodule, die vor zwei Jahren auf der päpstlichen Audienzhalle installiert wurden und für den Vatikan 250.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren und so rund 225 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.. Auch auf seinem ehemaligen Wohnhaus in Pentling bei Regensburg wurde im letzten Jahr eine 54 m² Solaranlage installiert, die umweltfreundlichen Öko-Strom produziert. Der Verkauf dieses Stroms soll jedes Jahr 2500 Euro zugunsten eines Projekts für benachteiligte Jugendliche einbringen.(sk)





