Obama bleibt bei Ölbohrverbot

Nach der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der USA, die durch die verheerende Explosion und den Untergang der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko im April dieses Jahres ausgelöst wurde, hat die US-Regierung beschlossen, bis zum Jahr 2017 keine neuen Meeresgebiete mehr für die Erdöl- und Erdgasförderung vor der US-Küste freizugeben. Noch Ende März - wenige Wochen vor der Ölpest - hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, die Küstengewässer für Ölbohrungen freigeben zu wollen. US-Innenminister Ken Salazar erklärte nun, dass die USA durch die Ölpest eine Reihe von Lektionen gelernt habe und nun vor allem darauf achten müsse, strengere Regulierungen zu verfassen. Am 20. April dieses Jahres explodierte die vom britischen Ölkonzern BP betriebene Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko. Elf Menschen starben und in den nächsten Monaten flossen 780 Millionen Liter Rohöl ins Wasser, bevor das Ölleck abgedichtet werden konnte.
Durch dieses Moratorium ist die südliche Atlantikküste und östliche Teile des Golfs von Mexiko vorerst geschützt, allerdings sind Bohrungen im Westen und der Mitte des Golfs weiterhin erlaubt, wenn auch unter strengeren Sicherheitsvorkehrungen. Shell plant Bohrungen vor der Küste Alaskas, für die jedoch erst dann erst eine Erlaubnis erteilt werden soll, wenn die Umweltverträglichkeit umfassend überprüft und weitere Schutzbestimmungen erfüllt sind. (mh)




