Erneuerbare Energien: Kooperation mit Algerien geplant
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Algeriens Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika verabredeten im Rahmen ihres Treffens am Mittwoch in Berlin, dass sie bei der Gewinnung fossiler und erneuerbarer Energien in Zukunft enger zusammenarbeiten wollen. Die beiden beschlossen, dass Deutschland die über große Energievorkommen verfügende einstige französische Kolonie Algerien bei der Erschließung von Öl- und Gasvorkommen sowie auch bei erneuerbaren Energien wie der Solartechnik unterstützen. Dabei unterstrich sie das große Interesse Deutschlands unter anderem an der Verwirklichung des Wüsten-Solarprogramms Desertec, auch wenn das Programm bisher noch eine Vision sei. Der algerische Staatspräsident Bouteflika lobte die „vielfältige globale Partnerschaft“ und bekräftigte das große Interesse seines Landes an einer engeren Zusammenarbeit im Energiebereich, insbesondere beim Zukunftsprojekt Desertec. Zudem äußerte Bouteflika die Erwartung, dass Merkel die deutsche Wirtschaft zu Projekten in seinem Land ermuntere. Konkret nannte der Staatschef, dass Deutschland die algerische Jugend bei der Ausbildung unterstütze.
Bei dem Projekt Desertec handelt es sich um die Überlegung, in den afrikanischen Wüsten Solarenergie zu gewinnen und den daraus gewonnenen Strom über ein komplexes und leistungsfähiges Netz nach Europa, den Vorderen Orient und Nordafrika zu transportieren. (sk)





