USA: Widerstand gegen Gen-Rübe wächst
In den USA sind 95% der angebauten Zuckerrüben gentechnisch verändert. Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace berichtet, hat ein kalifornischer Bundesrichter nun jedoch entschieden, dass die Setzlinge von Gen-Zuckerrüben von den Feldern entfernt werden müssen. Schon im August hatte der Richter den Anbau der Rübe verboten, allerdings wurde sie weiterhin zur Saatgutvermehrung angebaut. Die Zerstörung der Felder erfolge nun, weil das Risiko einer unwiderruflichen Umweltschädigung durch die Pflanzen erheblich sei, so der Richter. Auch Greenpeace weist immer wieder auf die mit dem Anbau von Gen-Rüben verbundenen Umweltrisiken hin. Insbesondere ist zu bedenken, dass sich diese Pflanzen durch Pollenflug mit verwandten Arten wie z.B. Roter Beete oder Mangold leicht kreuzen können. In Feldversuchen konnte gezeigt werden, dass noch in einer Entfernung von 200 Metern bis zu 40% gentechnisch veränderte Nachkommen solcher Pflanzen wachsen.
Greenpeace-Gentechnikexpertin Stephanie Toewe ist zufrieden mit dem Urteil und bestätigt, dass auch in den USA der Widerstand gegen die Gentechnik wächst. Die Verbraucher würden zunehmend erkennen, dass die Versprechen der Gen-Industrie “nicht im Geringsten in Erfüllung gegangen” sind, sondern dass stattdessen immer mehr Schädlinge resistent und Unkräuter gegenüber den Spritzmitteln widerstandsfähig geworden sind. (mh)




