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Bilanz vorgelegt: Fränkische Winzer wollen CO2-Ausstoß reduzieren

Bilanz vorgelegt: Fränkische Winzer wollen CO2-Ausstoß reduzieren
Die fränkischen Winzer haben eine CO2-Bilanz vorgelegt und wollen Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in ihrer Branche sein. (Foto: © Pixelio / Schuchaert)

Laut einem Bericht von “Proplanta” wollen fränkische Weinbauern künftig Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in ihrer Branche sein und haben nun als erstes deutsches Weinanbaugebiet eine umfassende CO2-Bilanz vorgelegt. In der Bilanz wurden insgesamt 14 Betriebe, die gut 50 Prozent der jährlich in Franken erzeugten Weinmenge repräsentieren, erfasst. Die Studie zeigt, dass der durchschnittliche CO2- Ausstoß beim Frankenwein bei 1,01 Kilogramm pro Liter liegt. Zum Vergleich: Ein Liter Neuseeländischer Wein kommt laut den Winzern auf bis zu 1,52 Kilogramm. In der fränkischen Region produziertes Bier liege bei 450 Gramm CO2. Für die Studie wurde der gesamte Ablauf vom Weinanbau bis zur Auslieferung an die Kunden unter die Lupe genommen.

Der größte Teil der Emissionen, nämlich rund 44 Prozent, entstehen laut der Studie während der Abfüllung des Weins. Hauptverantwortlich sei die energieintensive Herstellung der Glasflaschen. Künftig wollen sich die Winzer auf die Suche nach alternativen Verpackungsform machen. Man habe bereits über einen Kunststoffkanister nachgedacht, befürchtet jedoch, dass dieser von den Verbrauchern nicht angenommen werden könnte. Laut einem Sprecher der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau könne man zudem in Franken keinen klimaneutralen Wein erzeugen, wie er in Übersee angeboten wird. In den Bereichen Energie und Strom könnten die Winzer konkret sieben Prozent des CO2-Ausstoßes beeinflussen, heißt es.

Die Winzer planen nun eine Betreibergesellschaft zu gründen, die saubere Energie aus Photovoltaik, Biomasse und Wind gewinnen soll. Zudem seien eine umweltfreundliche Logistik und Elektrofahrzeuge im Gespräch. Die Winzer sahen den Klimawandel zunächst positiv, da er für mehr Wärme und eine stärkere Sonneneinstrahlung sorgt, was wiederum gut für die Entwicklung der Trauben ist.

Durch die teilweise extremen Witterungsverhältnisse in den letzten Jahren hat sich die Meinung der Winzer laut der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau mittlerweile geändert und man möchte aktiv daran arbeiten, die CO2-Emissionen zu senken. (ok)